it's useless to play lullabies for those who cannot sleep.
◆︎
john cage
it's useless to play lullabies
for those who cannot sleep.
◆︎
john cage

aktuell

Save the Space!

Wie viele andere Kulturstätten, so trifft der finanzielle Totalausfall im Zuge des Shutdowns auch uns mit voller Härte. Sofern euch ein Fortbestehen der villaWuller am Herzen liegt und ihr ein bisschen Kleingeld entbehren könnt, würden wir uns daher über eine Spende sehr freuen.  
  • Via Paypal (Bitte mit Hinweis, falls ihr eine Spendenquittung benötigt)
  • Per Überweisung mit Zweck "Spende": DE46585501300001093418
  • Über eine Vereinsmitgliedschaft

Vielen Dank für eure Unterstützung!

Mehr Infos

◆︎ ◆︎ ◆︎

Ihr Lieben, real talk: Das Leben ist scheiße teuer geworden, die Nahrungsmittelpreise galoppieren im Rhythmus einer inzwischen zweistelligen Inflationsrate und auch, wenn die unlängst gechasste Gasumlage nun durch ein bis dato noch recht nebulöses 200-Milliarden-Euro-Entlastungspaket ersetzt werden soll, dürften die nächsten Strom- und Gasrechnungen denkbar hart an so mancher Existenz kratzen.

Gleichwohl sich unser Verein gegen dergleichen Zusatzbelastungen aktuell noch recht wacker behaupten und seine Preise daher weitgehend stabil halten kann, so sind wir uns doch bewusst, dass die gegenwärtige Notlage einige von euch auf kurz oder lang vor die missliche Entscheidung stellen wird: Mit tollen Menschen einen schönen Abend in der Villa verbringen oder auch gen Monatsende noch aus einem hinreichend gefüllten Kühlschrank zehren?

Kulturelle und soziale Teilhabe haben nach unserer Auffassung jedoch nicht weniger universelles Menschenrecht zu sein, wie ein voller Magen und eine beheizte Butze, entsprechend wir euch mit Nachdruck darum bitten wollen:

Sollte eure finanzielle Situation einmal den Eintritt für unsere Veranstaltungen partout nicht hergeben, sprecht uns bitte an und wir kriegen das gewuppt.

Denn „Ziel des Spiels ist [und bleibt] das gemeinsame Erleben“ und ihr seid unabhängig der Tiefe eurer Taschen jederzeit bei uns willkommen.

Save the Space!

Wie viele andere Kulturstätten, so trifft der finanzielle Totalausfall im Zuge des Shutdowns auch uns mit voller Härte. Sofern euch ein Fortbestehen der villaWuller am Herzen liegt und ihr ein bisschen Kleingeld entbehren könnt, würden wir uns daher über eine Spende sehr freuen:
  • Via Paypal (Bitte mit Hinweis, falls ihr eine Spendenquittung benötigt)
  • Per Überweisung mit Zweck "Spende": DE46585501300001093418
  • Über eine Vereinsmitgliedschaft

Vielen Dank für eure Unterstützung!

◆︎ ◆︎ ◆︎

Ihr Lieben, real talk: Das Leben ist scheiße teuer geworden, die Nahrungsmittelpreise galoppieren im Rhythmus einer inzwischen zweistelligen Inflationsrate und auch, wenn die unlängst gechasste Gasumlage nun durch ein bis dato noch recht nebulöses 200-Milliarden-Euro-Entlastungspaket ersetzt werden soll, dürften die nächsten Strom- und Gasrechnungen denkbar hart an so mancher Existenz kratzen.

Gleichwohl sich unser Verein gegen dergleichen Zusatzbelastungen aktuell noch recht wacker behaupten und seine Preise daher weitgehend stabil halten kann, so sind wir uns doch bewusst, dass die gegenwärtige Notlage einige von euch auf kurz oder lang vor die missliche Entscheidung stellen wird: Mit tollen Menschen einen schönen Abend in der Villa verbringen oder auch gen Monatsende noch aus einem hinreichend gefüllten Kühlschrank zehren?

Kulturelle und soziale Teilhabe haben nach unserer Auffassung jedoch nicht weniger universelles Menschenrecht zu sein, wie ein voller Magen und eine beheizte Butze, entsprechend wir euch mit Nachdruck darum bitten wollen:

Sollte eure finanzielle Situation einmal den Eintritt für unsere Veranstaltungen partout nicht hergeben, sprecht uns bitte an und wir kriegen das gewuppt.

Denn „Ziel des Spiels ist [und bleibt] das gemeinsame Erleben“ und ihr seid unabhängig der Tiefe eurer Taschen jederzeit bei uns willkommen.

Ihr Lieben, real talk: Das Leben ist scheiße teuer geworden, die Nahrungsmittelpreise galoppieren im Rhythmus einer inzwischen zweistelligen Inflationsrate und auch, wenn die unlängst gechasste Gasumlage nun durch ein bis dato noch recht nebulöses 200-Milliarden-Euro-Entlastungspaket ersetzt werden soll, dürften die nächsten Strom- und Gasrechnungen denkbar hart an so mancher Existenz kratzen.

Gleichwohl sich unser Verein gegen dergleichen Zusatzbelastungen aktuell noch recht wacker behaupten und seine Preise daher weitgehend stabil halten kann, so sind wir uns doch bewusst, dass die gegenwärtige Notlage einige von euch auf kurz oder lang vor die missliche Entscheidung stellen wird: Mit tollen Menschen einen schönen Abend in der Villa verbringen oder auch gen Monatsende noch aus einem hinreichend gefüllten Kühlschrank zehren?

Kulturelle und soziale Teilhabe haben nach unserer Auffassung jedoch nicht weniger universelles Menschenrecht zu sein, wie ein voller Magen und eine beheizte Butze, entsprechend wir euch mit Nachdruck darum bitten wollen:

Sollte eure finanzielle Situation einmal den Eintritt für unsere Veranstaltungen partout nicht hergeben, sprecht uns bitte an und wir kriegen das gewuppt.

Denn „Ziel des Spiels ist [und bleibt] das gemeinsame Erleben“ und ihr seid unabhängig der Tiefe eurer Taschen jederzeit bei uns willkommen.

about: Symbiosis

Von Knappheit keine Rede und auf Krise keinen Bock – dem gegenwärtigen Reigen der gedämpften Erwartungen und bedrückenden Perspektiven halten wir diesen Oktober ein Kulturprogramm entgegen, welches während unserer über fünfjährigen Vereinsgeschichte womöglich gar vergeblich seinesgleichen sucht. Den Aufschlag hierzu liefert bereits zum Monatswechsel die Veranstaltungsreihe Symbiosis: Mit freundlicher Unterstützung der Stadt Trier lassen wir es in diesem Kontext nicht nur Sonnabends wie gewohnt hart krachen, sondern treten zunächst einen Schritt zurück und widmen uns in Theorie wie Praxis der fortwährend prävalenten Thematik von gender (in)equality and representation hinter den Produktionsmitteln elektronischer Musik- und Clubkultur.

Los geht’s in diesem Sinne am Freitag mit der Filmvorführung von „Sisters with Transistors“. Die Dokumentation aus dem Jahr 2020 erzählt die Geschichte der frühen weiblichen Pioniere der elektronischen Musik. Und davon gibt es einige: Suzanne Ciani, Delia Derbyshire, Éliane Radigue, Pauline Oliveros, Wendy Carlos und viele mehr, sie haben alle auf ihre Weise mit neuen musikalischen Formen experimentiert, ob am Synthesizer oder im Tape Studio. Dass viele von ihnen nicht die Aufmerksamkeit bekamen, die sie verdient hätten, versucht der Film gerade zu rücken.

Im Anschluss schauen wir uns den Vortrag „Um heute Erfolg in der Musikbranche zu haben, braucht man doch nur noch zwei Brüste“ von Judith van Waterkant an, den sie 2020 zum Stand von Gleichberechtigung und Sexismus in der elektronischen Tanzmusikszene aufgezeichnet hat. Judith legt selbst auf und musste sich als Frau in der Musikszene schon einigen sexistischen Mist anhören. Danach diskutieren wir mit ihr darüber, was sich in den letzten Jahren getan hat und was gegenwärtig noch zu tun wäre.

Samstag Nachmittag geht es dann um die Zukunft: Juana Valeria hält ab 16 Uhr einen Producing-Workshop für FLINTA und gibt eine Einführung in die Arbeit mit Sample-basierten Produktionstechniken. Diese Produktionstechnik eignet sich hervorragend als Einstieg in die Welt des Producings, weshalb du keine speziellen Vorkenntnisse mitbringen musst. Es ist auch kein spezielles Equipment von Nöten, falls du allerdings einen Laptop mit Ableton besitzt, kannst du diesen gerne mitbringen.

Samstag Nacht haben wir Pessimist und Neele eingeladen. Pessimist kommt aus Bristol und ist einer der DJs und Producer, der die Brücke schlägt zwischen Industrial, Techno, DnB und Jungle. Seine Musik wird released auf so unterschiedlichen Labels wie AD 93, Samurai Records, Blackest Ever Black, Hotline Records, Ilian Tape oder Berceuse Heroique. Ob Techno, Halfstep-Breakbeat oder Drum and Bass auf 170 BPM, in seinen Sets und Radio Shows für Noods Radio geht das alles fließend ineinander über. Neele ist Resident im Institut für Zukunft, Teil der G-Edit Crew und all around top DJ. Neele kennt keine Genre Grenzen: Ihr energetischer Sound reicht von Techno, Acid bis Electro. Ihre Liebe zu Bass-lastigen UK Sound schwingt immer mit, deshalb ist sie die perfekte Ergänzung zu unserem Gast aus Bristol. Local support gibt’s von Kozstum.

Sonntag Abend, wenn der Nebel verzogen ist, laden wir noch mal ein zur Listen to. Wir schließen damit an die Filmvorführung an und hören uns einige ausgewählte Artists aus Sisters with Transistors noch mal in voller Länge an.

Remember COVID?

Nachfolgend die wohl vorerst letzte Aktualisierung unserer Corona-Spielregeln (Stand 1.5.2022):

  1. Zumal die Pandemie politisch scheinbar bis auf weiteres für beendet erklärt wurde, wollen wir nicht länger gegen Windmühlen kämpfen. Fortan gilt also auch bei uns das Prinzip „Eigenverantwortung“, sprich:
  2. Wir wären dankbar, würdet ihr euch weiterhin zeitnah vor jeder Veranstaltung selbst testen. Ferner liegt es in eurem eigenen Interesse, nicht ohne vollständigen Impfschutz gegen das SARS-CoV-2-Virus (inkl. Booster) teilzunehmen.
  3. Wer die Impfung grundsätzlich verweigert, ist nicht willkommen.
  4. Klopft mit uns auf Holz, dass sich das böse Erwachen von letztem Herbst dieses Jahr nicht wiederholen möge.

Godspeed.

Apropos Corona…

Kurz und knapp ein Update zu unseren Spielregeln in besagter Sache:

  1. Die Pandemie ist noch nicht überstanden, die Zahl der Neuinfektionen fortwährend hoch. Deshalb gilt mindestens bis Ende April bei uns weiterhin die 2G-Regel – kein Einlass ohne Nachweis über eine vollständige Grundimmunisierung gegen das SARS-CoV-2-Virus!
  2. Der Nachweis muss für uns digital via QR-Code mithilfe der CovPassCheck-App überprüfbar sein. Um verifizieren zu können, dass ihr mit deren Inhaber*in identisch seid, benötigen wir ferner einen gültigen Lichtbildausweis (Perso, Führerschein, Reisepass, etc.).
  3. Zum bestmöglichen Schutze aller Mitspieler*innen würden wir uns sehr freuen, wenn ihr euch zudem zeitnah vor Veranstaltungsbeginn freiwillig selbst testet.

Stay safe and healthy.

Save the Space!

Wie viele andere Kulturstätten, so trifft der finanzielle Totalausfall im Zuge des Shutdowns auch uns mit voller Härte. Sofern euch ein Fortbestehen der villaWuller am Herzen liegt und ihr ein bisschen Kleingeld entbehren könnt, würden wir uns daher über eine Spende sehr freuen:
  • Via Paypal (Bitte mit Hinweis, falls ihr eine Spendenquittung benötigt)
  • Per Überweisung mit Zweck "Spende": DE46585501300001093418
  • Über eine Vereinsmitgliedschaft

Vielen Dank für eure Unterstützung!

vorschau

it's useless to play lullabies for those who cannot sleep.
◆︎
john cage

programm

  • REW
  • FWD

nov '22

mon31octvillaWuller AllstarsClubnacht(oct 31) 23:55

fri04nov20:00FYUS & Columbus Was Wrong.Konzert20:00

sat05nov(nov 5)23:55Cold Souls w/ Alice in FlamesClubnacht23:55

tue08nov18:30542 ShowcaseKonzert18:30

fri11nov20:00Listen ToHörabend20:00

sat12nov17:00Weltautomat (Lange Nacht der Unterwelten)Sound & Light17:00

sat12nov(nov 12)23:55Jealous Lovers of HouseClubnacht23:55

thu17nov19:00Proberaum - FLINTAWorkshop19:00

fri18nov20:00Proberaum - FFAWorkshop20:00

sat19nov(nov 19)23:55LampenschwingenClubnacht23:55

thu24nov17:00veloWullerBike Repaircafe17:00

fri25nov20:00Finisterre & PlacidKonzert20:00

sat26nov(nov 26)23:55indieWullerClubnacht23:55

fri02dec20:00Listen ToHörabend20:00

sat03dec19:00Alles Kaputt LesenLesung19:00

sat03dec(dec 3)23:55De:cypherClubnacht23:55

fri09dec20:00Büchse, Wir sind Fliegen & DvnkelKonzert20:00

sat10dec(dec 10)23:55Save the RaveClubnacht23:55

thu15dec19:00Proberaum - FLINTAWorkshop19:00

fri16dec20:00Proberaum - FFAWorkshop20:00

sat17dec(dec 17)23:5580er WullerClubnacht23:55

sun01jan00:55Happy New Yeah!Clubnacht00:55

fri02dec20:00Listen ToHörabend20:00

sat03dec19:00Alles Kaputt LesenLesung19:00

sat03dec(dec 3)23:55De:cypherClubnacht23:55

fri09dec20:00Büchse, Wir sind Fliegen & DvnkelKonzert20:00

sat10dec(dec 10)23:55Save the RaveClubnacht23:55

thu15dec19:00Proberaum - FLINTAWorkshop19:00

fri16dec20:00Proberaum - FFAWorkshop20:00

sat17dec(dec 17)23:5580er WullerClubnacht23:55

sun01jan00:55Happy New Yeah!Clubnacht00:55

philosophie

Ziel des Spieles ist das gemeinsame Erleben.

Der Club sollte ein Raum sein, der darauf ausgerichtet ist, Musik intensiv erleben zu können und zusammen zu feiern. Jeder der Anwesenden sollte sich dabei als Teil des Clubs fühlen, damit bestenfalls alle eine gute Zeit haben und sich mitreißen lassen können. Damit das möglich sein kann, muss ein gewisser Konsens darüber herrschen, wo die Grenzen des Sich-gehen-Lassens liegen. Aus diesem Grund haben wir damals die Spielregeln formuliert, die als Plädoyer für einen bewussten Umgang miteinander beim gemeinsamen Erleben verstanden werden sollen.

Kommuniziert.

Im Club ist man niemals allein, man tritt mit anderen in Verbindung. Damit dieses Miteinander von allen möglichst intensiv erlebt wird, ist es wichtig, auf individuelle Grenzen anderer Rücksicht zu nehmen. Diese Grenzen zu erkennen fordert von jeder und jedem eine gewisse Sensibilität und Empathie. Was für den einen vielleicht unbedenkliches Verhalten ist, wird vom Gegenüber möglicherweise als unangenehm empfunden. Wie weit kann exzessives Tanzen gehen und wann beginnt der eigene Tanzstil andere am Tanzen zu hindern oder geht gar in absolutes Machogehabe über? Wo endet Flirten und wann beginnt verbale oder sogar körperliche Bedrängung? Wie lang ist ein blöder Spruch nur ein blöder Spruch und wann werden Gefühle verletzt?… * Nicht allein eure persönlichen Antworten auf diese Fragen sind dabei wichtig, sondern auch die der anderen Feiernden. Hört darauf, wenn euch signalisiert wird, dass euer Verhalten zu weit geht. Zögert ebenfalls nicht, deutlich zu machen, wenn ihr euch nicht wohl fühlt. Wenn das nicht hilft, wendet euch an das villaTeam an der Theke, Garderobe oder der Tür.

Genießt den Moment.

Fotografieren und Filmen ist bei uns verboten, weil wir möchten, dass die villaWuller ein Ort ist, an dem man sich zur Musik gehen lassen kann, ohne darauf achten zu müssen, wie man dabei aussieht. Aus gleichen Gründen gibt es auf der Tanzfläche kaum Licht und auf den Toiletten keine Spiegel. Fotos können nicht für die Zukunft bewahren, was man im Club erlebt, entzaubern durch Blitzen die Atmosphäre des Raums und schlimmstenfalls steht die Sorge um das Foto im Internet von morgen dem Erleben der Gegenwart im Weg.

Lasst euch drauf ein.

Wir geben uns größte Mühe, ein musikalisch interessantes Booking zu betreiben. Unsere DJs investieren viel Herzblut, Zeit und Geld, um euch mit dem besten Sound zu beschallen. Informiert euch im Vorfeld, in welche musikalische Richtung es geht und seid offen für Überraschungen. Wenn ihr mal an einem Abend mit der Musik nicht zurechtkommt, wird eine Beschwerde beim DJ oder ein Musikwunsch auch nichts mehr daran ändern. Und wie heißt es doch so schön in den Spielregeln? „Jeder Mitspieler ist für sich und andere verantwortlich.“ Feiert mit offenen Ohren und Augen. Passt aufeinander auf, und vor allem, kommuniziert! Tretet für die Spielregeln ein, wenn ihr denkt, dass es angebracht ist, und sprecht mit uns, wenn das alles nichts hilft. Wir können euch einen guten Rahmen bieten, aber eine gute Party, das seid ihr!

Für das gemeinsame Erleben!

Es gibt offensichtliche Widerwärtigkeiten, die uns leider schon im Alltag zu häufig begegnen und die wir daher wenigstens aus dem Club verbannt sehen wollen. Dazu zählen Rassismus, Sexismus, Homophobie, Antisemitismus, physische und psychische Gewalt. Wenn ihr anderer Meinung seid, dann feiert woanders.

spielregeln

1Wer den Spielplatz betritt, spielt mit.
2Es gibt keine Gegner*innen. Aggressionen und offensives Verhalten bleiben draußen.
Dazu zählen Rassismus, Sexismus, Homo-, Trans- und sonstige Queerfeindlichkeit, Antisemitismus, physische und psychische Gewalt. Wenn ihr anderer Meinung seid, dann feiert woanders.
3Jede*r Mitspieler*in ist für sich und andere verantwortlich.
4Fotografieren und Filmen ist zur Wahrung der Privatsphäre verboten.
5Illegales ist auch in der villaWuller illegal.
6Die Musik spielt der/die DJ. Lasst euch drauf ein.
7Wer die Regeln missachtet, muss heim.

Ziel des Spieles ist das gemeinsame Erleben.

Der Club sollte ein Raum sein, der darauf ausgerichtet ist, Musik intensiv erleben zu können und zusammen zu feiern. Jeder der Anwesenden sollte sich dabei als Teil des Clubs fühlen, damit bestenfalls alle eine gute Zeit haben und sich mitreißen lassen können. Damit das möglich sein kann, muss ein gewisser Konsens darüber herrschen, wo die Grenzen des Sich-gehen-Lassens liegen. Aus diesem Grund haben wir damals die Spielregeln formuliert, die als Plädoyer für einen bewussten Umgang miteinander beim gemeinsamen Erleben verstanden werden sollen.  

Kommuniziert.

Im Club ist man niemals allein, man tritt mit anderen in Verbindung. Damit dieses Miteinander von allen möglichst intensiv erlebt wird, ist es wichtig, auf individuelle Grenzen anderer Rücksicht zu nehmen. Diese Grenzen zu erkennen fordert von jeder und jedem eine gewisse Sensibilität und Empathie. Was für den einen vielleicht unbedenkliches Verhalten ist, wird vom Gegenüber möglicherweise als unangenehm empfunden. Wie weit kann exzessives Tanzen gehen und wann beginnt der eigene Tanzstil andere am Tanzen zu hindern oder geht gar in absolutes Machogehabe über? Wo endet Flirten und wann beginnt verbale oder sogar körperliche Bedrängung? Wie lang ist ein blöder Spruch nur ein blöder Spruch und wann werden Gefühle verletzt?… * Nicht allein eure persönlichen Antworten auf diese Fragen sind dabei wichtig, sondern auch die der anderen Feiernden. Hört darauf, wenn euch signalisiert wird, dass euer Verhalten zu weit geht. Zögert ebenfalls nicht, deutlich zu machen, wenn ihr euch nicht wohl fühlt. Wenn das nicht hilft, wendet euch an das villaTeam an der Theke, Garderobe oder der Tür.

Genießt den Moment.

Fotografieren und Filmen ist bei uns verboten, weil wir möchten, dass die villaWuller ein Ort ist, an dem man sich zur Musik gehen lassen kann, ohne darauf achten zu müssen, wie man dabei aussieht. Aus gleichen Gründen gibt es auf der Tanzfläche kaum Licht und auf den Toiletten keine Spiegel. Fotos können nicht für die Zukunft bewahren, was man im Club erlebt, entzaubern durch Blitzen die Atmosphäre des Raums und schlimmstenfalls steht die Sorge um das Foto im Internet von morgen dem Erleben der Gegenwart im Weg.

Lasst euch drauf ein.

Wir geben uns größte Mühe, ein musikalisch interessantes Booking zu betreiben. Unsere DJs investieren viel Herzblut, Zeit und Geld, um euch mit dem besten Sound zu beschallen. Informiert euch im Vorfeld, in welche musikalische Richtung es geht und seid offen für Überraschungen. Wenn ihr mal an einem Abend mit der Musik nicht zurechtkommt, wird eine Beschwerde beim DJ oder ein Musikwunsch auch nichts mehr daran ändern. Und wie heißt es doch so schön in den Spielregeln? „Jeder Mitspieler ist für sich und andere verantwortlich.“ Feiert mit offenen Ohren und Augen. Passt aufeinander auf, und vor allem, kommuniziert! Tretet für die Spielregeln ein, wenn ihr denkt, dass es angebracht ist, und sprecht mit uns, wenn das alles nichts hilft. Wir können euch einen guten Rahmen bieten, aber eine gute Party, das seid ihr!

Für das gemeinsame Erleben!

Es gibt offensichtliche Widerwärtigkeiten, die uns leider schon im Alltag zu häufig begegnen und die wir daher wenigstens aus dem Club verbannt sehen wollen. Dazu zählen Rassismus, Sexismus, Homophobie, Antisemitismus, physische und psychische Gewalt. Wenn ihr anderer Meinung seid, dann feiert woanders.

Weiterlesen

Ziel des Spieles ist das gemeinsame Erleben.

Der Club sollte ein Raum sein, der darauf ausgerichtet ist, Musik intensiv erleben zu können und zusammen zu feiern. Jeder der Anwesenden sollte sich dabei als Teil des Clubs fühlen, damit bestenfalls alle eine gute Zeit haben und sich mitreißen lassen können. Damit das möglich sein kann, muss ein gewisser Konsens darüber herrschen, wo die Grenzen des Sich-gehen-Lassens liegen. Aus diesem Grund haben wir damals die Spielregeln formuliert, die als Plädoyer für einen bewussten Umgang miteinander beim gemeinsamen Erleben verstanden werden sollen.

Kommuniziert.

Im Club ist man niemals allein, man tritt mit anderen in Verbindung. Damit dieses Miteinander von allen möglichst intensiv erlebt wird, ist es wichtig, auf individuelle Grenzen anderer Rücksicht zu nehmen. Diese Grenzen zu erkennen fordert von jeder und jedem eine gewisse Sensibilität und Empathie. Was für den einen vielleicht unbedenkliches Verhalten ist, wird vom Gegenüber möglicherweise als unangenehm empfunden. Wie weit kann exzessives Tanzen gehen und wann beginnt der eigene Tanzstil andere am Tanzen zu hindern oder geht gar in absolutes Machogehabe über? Wo endet Flirten und wann beginnt verbale oder sogar körperliche Bedrängung? Wie lang ist ein blöder Spruch nur ein blöder Spruch und wann werden Gefühle verletzt?… * Nicht allein eure persönlichen Antworten auf diese Fragen sind dabei wichtig, sondern auch die der anderen Feiernden. Hört darauf, wenn euch signalisiert wird, dass euer Verhalten zu weit geht. Zögert ebenfalls nicht, deutlich zu machen, wenn ihr euch nicht wohl fühlt. Wenn das nicht hilft, wendet euch an das villaTeam an der Theke, Garderobe oder der Tür.

Genießt den Moment.

Fotografieren und Filmen ist bei uns verboten, weil wir möchten, dass die villaWuller ein Ort ist, an dem man sich zur Musik gehen lassen kann, ohne darauf achten zu müssen, wie man dabei aussieht. Aus gleichen Gründen gibt es auf der Tanzfläche kaum Licht und auf den Toiletten keine Spiegel. Fotos können nicht für die Zukunft bewahren, was man im Club erlebt, entzaubern durch Blitzen die Atmosphäre des Raums und schlimmstenfalls steht die Sorge um das Foto im Internet von morgen dem Erleben der Gegenwart im Weg.

Lasst euch drauf ein.

Wir geben uns größte Mühe, ein musikalisch interessantes Booking zu betreiben. Unsere DJs investieren viel Herzblut, Zeit und Geld, um euch mit dem besten Sound zu beschallen. Informiert euch im Vorfeld, in welche musikalische Richtung es geht und seid offen für Überraschungen. Wenn ihr mal an einem Abend mit der Musik nicht zurechtkommt, wird eine Beschwerde beim DJ oder ein Musikwunsch auch nichts mehr daran ändern. Und wie heißt es doch so schön in den Spielregeln? „Jeder Mitspieler ist für sich und andere verantwortlich.“ Feiert mit offenen Ohren und Augen. Passt aufeinander auf, und vor allem, kommuniziert! Tretet für die Spielregeln ein, wenn ihr denkt, dass es angebracht ist, und sprecht mit uns, wenn das alles nichts hilft. Wir können euch einen guten Rahmen bieten, aber eine gute Party, das seid ihr!

Für das gemeinsame Erleben!

Es gibt offensichtliche Widerwärtigkeiten, die uns leider schon im Alltag zu häufig begegnen und die wir daher wenigstens aus dem Club verbannt sehen wollen. Dazu zählen Rassismus, Sexismus, Homophobie, Antisemitismus, physische und psychische Gewalt. Wenn ihr anderer Meinung seid, dann feiert woanders.

  • de
  • eng

spielregeln

1Wer den Spielplatz betritt, spielt mit.
2Es gibt keine Gegner*innen. Aggressionen und offensives Verhalten bleiben draußen.
Dazu zählen Rassismus, Sexismus, Homo-, Trans- und sonstige Queerfeindlichkeit, Antisemitismus, physische und psychische Gewalt. Wenn ihr anderer Meinung seid, dann feiert woanders.
3Jede*r Mitspieler*in ist für sich und andere verantwortlich.
4Fotografieren und Filmen ist zur Wahrung der Privatsphäre verboten.
5Illegales ist auch in der villaWuller illegal.
6Die Musik spielt der/die DJ. Lasst euch drauf ein.
7Wer die Regeln missachtet, muss heim.

ground rules

1Thee who enters the playground complies with the rules.
2There shall be no opponency inside. Hence, we strongly suggest you leave any aggressive behavior right at the doorstep.
This goes for racism, sexism, homo- and transphobia, antisemitism as well as any sort of physical or psychological violence. If that poses a problem for you, go party somewhere else.
3All fellow players are responsible for themselves as well as others.
4With regard to the privacy of each and every guest, taking pictures is strictly prohibited.
5What's illegal on the outside is illegal in here as well.
6Nobody but the DJ is in charge of the music. Just go with the flow.
7Thee who is in violation of these rules has to leave.

kulturverein

Als Berni Robert und Christian Schütt 2011 den Entschluss fassten, die villaWuller zu eröffnen, hatte ein anderer Club gerade geschlossen. Die Flucht nach vorn in der Judengasse, in der beide bisher mitgearbeitet hatten, bot ihnen am Ende immer weniger Möglichkeiten, noch Partys nach ihren Vorstellungen zu machen - allzu verwinkelt die Räume und viel zu dicht nebenan die Nachbarn, die am Wochenende vom Bass wachgehalten wurden. Nach dem Ende der Flucht nach vorn sahen viele Leute in Trier die Zeit gekommen, ein durchdachtes und ernsthafteres Clubprojekt zu beginnen. Ein Laden, der subkulturellen Sounds ein Zuhause bietet und in dem das Tanzen und die Musik oberste Priorität haben.  

Die neuen Räumlichkeiten am Schießgraben waren optimal: Im etwas abseits der Innenstadt gelegenen ehemaligen Jazzclub begannen im Mai 2011 die Renovierungsarbeiten. Bei mehreren großen Umbauaktionen wurde der modrige Kork von den ehemaligen Studiowänden gerissen und machte Platz für Schallabsorber und -dämmungen. Der neu verlegte Holzboden sollte vom Bass vibrieren, sodass es alle beim Tanzen unter den Füßen spüren. Im Club sollte es keine Spiegel auf den Toiletten, keine Partyfotografen und Selfies, keine überteuerten Drinks und sonstige Dinge geben, die vom Wesentlichen ablenken. “There is simply an activity, sound and light.” (John Cage)

Durch das sehr ambitionierte Ziel, u.a. sich mit dem Publikum über relevante elektronische Musik auszutauschen, hat es der Club in den ersten sechs Jahren geschafft, einen Unterschied innerhalb der recht kargen Clublandschaft Triers zu machen. Inspiriert durch die zahlreichen und kritischen Erfahrungen aller Beteiligten innerhalb der elektronischen Musikszenerie wurde über Jahre ein Programm auf die Beine gestellt, das sich eben nicht hauptsächlich an wirtschaftlichen Kriterien orientieren soll. Diese grundsätzliche Ausrichtung, verbunden mit der Weigerung den Laden ständig mit "großen" und/oder gefälligen Bookings zu füllen, verlangte der Belegschaft und dem Betreiber jedoch ein erhöhtes Maß an Beharrlichkeit ab, die vor dem Hintergrund der ökonomischen Großwetterlage im Jahre 2017 nicht mehr aufrechterhalten werden konnte. In diesem Jahr stand der Club vor einem Scheideweg: wird der Laden geschlossen oder soll er weitergeführt werden?

Tatsächlich hatte sich im Rahmen der hitzigen Diskussionen um den zukünftigen Weg die optimistische Fraktion durchgesetzt und sich in Eigenregie eine neue, angemessenere (wirtschaftliche) Struktur erarbeitet, um die Idee von Club und Clubkultur in Trier dauerhaft aufrecht zu erhalten. All diese Gedanken mündeten letztlich in die Gründung des Kulturvereins villaWuller e.V., der den Laden seit dem 03.05.2017 mit Hilfe von engagierten AktivistInnen sowie spendenden Vereinsmitgliedern in Eigenregie betreibt und sich das Ziel gesetzt hat, die Grundidee des Clubs weiterzuführen und darüber hinaus zu erweitern. Die traditionelle Clubnacht spielt nach wie vor eine zentrale Rolle im monatlichen Programm und konzentriert sich zum einen auf ausgewählte PlattendreherInnen vor Ort und wagt zum anderen den Blick über den lokalen Tellerrand hinaus. Ziel des Spiels ist das gemeinsame Erleben von relevanter (elektronischer) Musik, die auch von engagierten PlattendreherInnen aus anderen Städten wie z.B. aus Köln, Leipzig, Berlin, Hamburg, Frankfurt, Straßburg, Brüssel, London, oder auch Bristol gefeiert und geschätzt wird. Der Fokus der monatlichen Programmgestaltung liegt auf Abwechslung und Kohärenz, denn kein Mensch braucht die beständige Wiederholung des Immergleichen. Darüber hinaus werden zahlreiche Konzerte, Workshops und Veranstaltungen zum Thema Producing, Platten- und Pedaldreherei sowie Diskussionsrunden, Hör- und Barabende veranstaltet, die das Programm der villaWuller um eine kulturelle sowie gemeinnützige Dimension ergänzen und somit die Leitidee „There is simply an activity, sound and light“ in einen angemessenen Kontext setzen.

Weiterlesen

Als Berni Robert und Christian Schütt 2011 den Entschluss fassten, die villaWuller zu eröffnen, hatte ein anderer Club gerade geschlossen. Die Flucht nach vorn in der Judengasse, in der beide bisher mitgearbeitet hatten, bot ihnen am Ende immer weniger Möglichkeiten, noch Partys nach ihren Vorstellungen zu machen - allzu verwinkelt die Räume und viel zu dicht nebenan die Nachbarn, die am Wochenende vom Bass wachgehalten wurden. Nach dem Ende der Flucht nach vorn sahen viele Leute in Trier die Zeit gekommen, ein durchdachtes und ernsthafteres Clubprojekt zu beginnen. Ein Laden, der subkulturellen Sounds ein Zuhause bietet und in dem das Tanzen und die Musik oberste Priorität haben. Die neuen Räumlichkeiten am Schießgraben waren optimal: Im etwas abseits der Innenstadt gelegenen ehemaligen Jazzclub begannen im Mai 2011 die Renovierungsarbeiten. Bei mehreren großen Umbauaktionen wurde der modrige Kork von den ehemaligen Studiowänden gerissen und machte Platz für Schallabsorber und -dämmungen. Der neu verlegte Holzboden sollte vom Bass vibrieren, sodass es alle beim Tanzen unter den Füßen spüren. Im Club sollte es keine Spiegel auf den Toiletten, keine Partyfotografen und Selfies, keine überteuerten Drinks und sonstige Dinge geben, die vom Wesentlichen ablenken. “There is simply an activity, sound and light.” (John Cage)

Durch das sehr ambitionierte Ziel, u.a. sich mit dem Publikum über relevante elektronische Musik auszutauschen, hat es der Club in den ersten sechs Jahren geschafft, einen Unterschied innerhalb der recht kargen Clublandschaft Triers zu machen. Inspiriert durch die zahlreichen und kritischen Erfahrungen aller Beteiligten innerhalb der elektronischen Musikszenerie wurde über Jahre ein Programm auf die Beine gestellt, das sich eben nicht hauptsächlich an wirtschaftlichen Kriterien orientieren soll. Diese grundsätzliche Ausrichtung, verbunden mit der Weigerung den Laden ständig mit "großen" und/oder gefälligen Bookings zu füllen, verlangte der Belegschaft und dem Betreiber jedoch ein erhöhtes Maß an Beharrlichkeit ab, die vor dem Hintergrund der ökonomischen Großwetterlage im Jahre 2017 nicht mehr aufrechterhalten werden konnte. In diesem Jahr stand der Club vor einem Scheideweg: wird der Laden geschlossen oder soll er weitergeführt werden?

Tatsächlich hatte sich im Rahmen der hitzigen Diskussionen um den zukünftigen Weg die optimistische Fraktion durchgesetzt und sich in Eigenregie eine neue, angemessenere (wirtschaftliche) Struktur erarbeitet, um die Idee von Club und Clubkultur in Trier dauerhaft aufrecht zu erhalten. All diese Gedanken mündeten letztlich in die Gründung des Kulturvereins villaWuller e.V., der den Laden seit dem 03.05.2017 mit Hilfe von engagierten AktivistInnen sowie spendenden Vereinsmitgliedern in Eigenregie betreibt und sich das Ziel gesetzt hat, die Grundidee des Clubs weiterzuführen und darüber hinaus zu erweitern. Die traditionelle Clubnacht spielt nach wie vor eine zentrale Rolle im monatlichen Programm und konzentriert sich zum einen auf ausgewählte PlattendreherInnen vor Ort und wagt zum anderen den Blick über den lokalen Tellerrand hinaus. Ziel des Spiels ist das gemeinsame Erleben von relevanter (elektronischer) Musik, die auch von engagierten PlattendreherInnen aus anderen Städten wie z.B. aus Köln, Leipzig, Berlin, Hamburg, Frankfurt, Straßburg, Brüssel, London, oder auch Bristol gefeiert und geschätzt wird. Der Fokus der monatlichen Programmgestaltung liegt auf Abwechslung und Kohärenz, denn kein Mensch braucht die beständige Wiederholung des Immergleichen. Darüber hinaus werden zahlreiche Konzerte, Workshops und Veranstaltungen zum Thema Producing, Platten- und Pedaldreherei sowie Diskussionsrunden, Hör- und Barabende veranstaltet, die das Programm der villaWuller um eine kulturelle sowie gemeinnützige Dimension ergänzen und somit die Leitidee „There is simply an activity, sound and light“ in einen angemessenen Kontext setzen.

Als Berni Robert und Christian Schütt 2011 den Entschluss fassten, die villaWuller zu eröffnen, hatte ein anderer Club gerade geschlossen. Die Flucht nach vorn in der Judengasse, in der beide bisher mitgearbeitet hatten, bot ihnen am Ende immer weniger Möglichkeiten, noch Partys nach ihren Vorstellungen zu machen - allzu verwinkelt die Räume und viel zu dicht nebenan die Nachbarn, die am Wochenende vom Bass wachgehalten wurden. Nach dem Ende der Flucht nach vorn sahen viele Leute in Trier die Zeit gekommen, ein durchdachtes und ernsthafteres Clubprojekt zu beginnen. Ein Laden, der subkulturellen Sounds ein Zuhause bietet und in dem das Tanzen und die Musik oberste Priorität haben. Die neuen Räumlichkeiten am Schießgraben waren optimal: Im etwas abseits der Innenstadt gelegenen ehemaligen Jazzclub begannen im Mai 2011 die Renovierungsarbeiten. Bei mehreren großen Umbauaktionen wurde der modrige Kork von den ehemaligen Studiowänden gerissen und machte Platz für Schallabsorber und -dämmungen. Der neu verlegte Holzboden sollte vom Bass vibrieren, sodass es alle beim Tanzen unter den Füßen spüren. Im Club sollte es keine Spiegel auf den Toiletten, keine Partyfotografen und Selfies, keine überteuerten Drinks und sonstige Dinge geben, die vom Wesentlichen ablenken. “There is simply an activity, sound and light.” (John Cage)

Durch das sehr ambitionierte Ziel, u.a. sich mit dem Publikum über relevante elektronische Musik auszutauschen, hat es der Club in den ersten sechs Jahren geschafft, einen Unterschied innerhalb der recht kargen Clublandschaft Triers zu machen. Inspiriert durch die zahlreichen und kritischen Erfahrungen aller Beteiligten innerhalb der elektronischen Musikszenerie wurde über Jahre ein Programm auf die Beine gestellt, das sich eben nicht hauptsächlich an wirtschaftlichen Kriterien orientieren soll. Diese grundsätzliche Ausrichtung, verbunden mit der Weigerung den Laden ständig mit "großen" und/oder gefälligen Bookings zu füllen, verlangte der Belegschaft und dem Betreiber jedoch ein erhöhtes Maß an Beharrlichkeit ab, die vor dem Hintergrund der ökonomischen Großwetterlage im Jahre 2017 nicht mehr aufrechterhalten werden konnte. In diesem Jahr stand der Club vor einem Scheideweg: wird der Laden geschlossen oder soll er weitergeführt werden?

Tatsächlich hatte sich im Rahmen der hitzigen Diskussionen um den zukünftigen Weg die optimistische Fraktion durchgesetzt und sich in Eigenregie eine neue, angemessenere (wirtschaftliche) Struktur erarbeitet, um die Idee von Club und Clubkultur in Trier dauerhaft aufrecht zu erhalten. All diese Gedanken mündeten letztlich in die Gründung des Kulturvereins villaWuller e.V., der den Laden seit dem 03.05.2017 mit Hilfe von engagierten AktivistInnen sowie spendenden Vereinsmitgliedern in Eigenregie betreibt und sich das Ziel gesetzt hat, die Grundidee des Clubs weiterzuführen und darüber hinaus zu erweitern. Die traditionelle Clubnacht spielt nach wie vor eine zentrale Rolle im monatlichen Programm und konzentriert sich zum einen auf ausgewählte PlattendreherInnen vor Ort und wagt zum anderen den Blick über den lokalen Tellerrand hinaus. Ziel des Spiels ist das gemeinsame Erleben von relevanter (elektronischer) Musik, die auch von engagierten PlattendreherInnen aus anderen Städten wie z.B. aus Köln, Leipzig, Berlin, Hamburg, Frankfurt, Straßburg, Brüssel, London, oder auch Bristol gefeiert und geschätzt wird. Der Fokus der monatlichen Programmgestaltung liegt auf Abwechslung und Kohärenz, denn kein Mensch braucht die beständige Wiederholung des Immergleichen. Darüber hinaus werden zahlreiche Konzerte, Workshops und Veranstaltungen zum Thema Producing, Platten- und Pedaldreherei sowie Diskussionsrunden, Hör- und Barabende veranstaltet, die das Programm der villaWuller um eine kulturelle sowie gemeinnützige Dimension ergänzen und somit die Leitidee „There is simply an activity, sound and light“ in einen angemessenen Kontext setzen.

impressum

◆︎ ◆︎ ◆︎

◆︎ ◆︎ ◆︎

Anschrift

Kulturverein villaWuller e.V.
Ausoniusstrasse 2a
54290 Trier

Vertretung durch den Vorstand

Jan Walter (1. Vorsitzender)
Carolin Schäfer (1. stellv. Vors.)
Tobias Hewer (2. stellv. Vors.)
Alice Triolet (Finanzvorstand)

Eintragung im Vereinsregister

Registergericht: Wittlich
Registernummer: VR41368

X